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10 Jahre, 10 Fragen: «Wir wollen eine Marke schaffen, statt nur ein weiteres Unternehmen aufzubauen»

Seraina India wurde 2023 in Mumbai gegründet und ist die Plattform der Gruppe für den indischen Markt sowie die Heimat der Marke Weisshorn. CEO Shailesh Tripathi über Regulierung, Qualität und darüber, was passiert, wenn Schweizer Prozesse auf indisches Tempo treffen. Teil unserer Serie zu zehn Jahren Seraina.

1. Seraina India wurde 2023 gegründet und hat seinen Sitz in Mumbai. Welche Rolle spielt das Unternehmen innerhalb der Seraina-Gruppe?

Seraina India ist die Plattform, über die die Gruppe Immobilienchancen in Indien identifiziert und entwickelt – mit Serainas langfristigem Ansatz, Schweizer Immobilien-Know-how und einem starken Fokus auf Design.

2. Woran arbeiten Sie und Ihr Team derzeit?

In den nächsten 12 bis 18 Monaten wollen wir unsere Präsenz ausbauen, mit besonderem Fokus auf Mumbai. Zu unseren aktuellen Projekten zählen Felstead, ein Boutique-Wohnprojekt, sowie Real & Time, eine gemischt genutzte Überbauung über einer Metrostation.

3. Was sind derzeit die grössten Herausforderungen auf dem indischen Immobilienmarkt?

Die zwei grössten Herausforderungen sind, die richtigen Chancen zu erkennen und sich in einem komplexen regulatorischen Umfeld zurechtzufinden. Gut gelegene Grundstücke in Mumbai sind knapp, und Bewilligungen erfordern Geduld und lokales Know-how.

4. Der indische Immobilienmarkt hat sich in Bezug auf Regulierung und Anlegerschutz erheblich weiterentwickelt. Was bedeutet das für ein Schweizer Unternehmen vor Ort?

Der indische Rechtsrahmen ist für ausländische Investoren deutlich einladender geworden. Der RERA, der Real Estate (Regulation and Development) Act, hat für mehr Transparenz im Sektor gesorgt, und die Vorschriften für Auslandskredite und Portfolioinvestitionen wurden gelockert.

5. Wo unterscheiden sich der Schweizer und der indische Markt am meisten, und was können sie voneinander lernen?

Die Märkte sind sehr unterschiedlich, und genau das macht den Austausch wertvoll. Die Schweiz bringt Planung, Governance und eine langfristige Perspektive ein; Indien bringt Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit, in komplexen Umfeldern umzusetzen.

6. Institutionelle Investoren wie Schweizer Pensionskassen legen vor allem Wert auf Governance und Verlässlichkeit. Wie leben Sie diese Werte in Mumbai?

Wir verfügen über klare Investitions- und Bewilligungsprozesse, Cashflow-Kontrollen, regelmässiges Reporting und eine unabhängige Aufsicht. Ebenso wichtig ist Transparenz: Wir kommunizieren Fortschritte und Rückschläge offen.

7. Sie haben Ihre gesamte Karriere im indischen Immobilienbereich verbracht. Was hat Sie überzeugt, sich der Seraina-Geschichte anzuschliessen?

Gereizt hat mich die Freiheit, eine Plattform mit langfristiger Perspektive und einem echten Fokus auf Qualität aufzubauen. Nur sehr wenige ausländische Fonds sind als Bauträger im indischen Wohnimmobilienmarkt tätig.

8. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie in Mumbai aus?

Meine Tage bestehen aus einer Mischung aus Projektreviews, Akquisitionen, Standortbesuchen und Design-Sitzungen, und ich bleibe durch Lektüre und Gespräche nah am Markt. Wir bezeichnen uns gerne als einen Haufen Enthusiasten.

9. Was begeistert Sie persönlich daran, diese Brücke zwischen den beiden Ländern zu bauen?

Am meisten begeistert mich, Weisshorn zu einer Marke aufzubauen und nicht nur zu einem weiteren Bauträger – in einem produktorientierten Geschäft, in dem Design und Kundenerlebnis zählen.

10. Wenn Sie einen Tag Zeit hätten, um Schweizer Gästen das echte Mumbai zu zeigen, wohin würden Sie sie mitnehmen?

Ich würde ihnen Mumbai durch seine gebaute Umwelt zeigen. Unsere Projekte erstrecken sich über moderne Quartiere und Gebiete von grossem historischem Wert, was viel über die Vielschichtigkeit und schiere Grösse der Stadt aussagt.